Die IGS überschreitet Grenzen


Schule in Bannalec

Teilnehmer des Schüleraustausches

Kein Weg ist zu lang, will man etwas erreichen. Diesem Motto folgend fuhren 8 Schüler der 6.
und 8. Klasse der IGS in Begleitung von 2 Lehrern vom 20.-24. April 2004 in den französischen Nordwesten nach Bannalec. Anlass für diese Reise war ein Erfahrungsaustausch im Rahmen
des europaweiten Comeniusprojektes, an dem sich die IGS beteiligt.

In 21 Stunden Hinreise wurden rund 1300 km per Zug zurückgelegt. 6 mal umsteigen in teils Rekordzeiten von 7 Minuten (ein Hoch auf die Pünktlichkeit der Bahn), mit der Metro bei Nacht und Nebel durch Paris, Schwarzfahren, Schlaflosigkeit im Nachtwagen sowie Geschwindigkeitsrausch im ICE und TGV waren nur einige Highlights einer nicht ganz alltäglichen Schulfahrt. Und das Ganze nochmals zurück.

Seit August 2003 nehmen die Klassen 6a und 8a der IGS an dem Comeniusprojekt „Lifestyle“ teil.
Ihre Partnerschulen befinden sich in Bannalec sowie in Dokkum (Holland).

Im Rahmen dieses Projektes, für dessen Durchführung sich der Lehrer Torsten Krajewski seit
3 Jahren engagiert, erarbeiten die Schüler im Unterricht verschiedene Dokumentationen. Dabei geht es um unterschiedliche Lebensbereiche, wie zum Beispiel Heimatstadt, Bildungswege, Traditionen, Sport, Hobby und Freizeit…. Verständigungssprache dafür ist Englisch. Während
die Schüler der 6. Klasse mit Fotos und Bildern aus dem Kunstunterricht Briefe erstellen, nutzen die Schüler der 8. Klasse die neuen Medien zur Erstellung von Videos, Präsentationen, Webseiten und Dokumentationen.

Der Kontakt der drei Schule wird untereinander durch Email und Internetchats organisiert. Die Projektergebnisse werden dann in den jeweiligen Schulen vorgestellt. Dem ersten Arbeitstreffen in Dokkum kurz vor dem Projektstart, bei dem die Koordinatoren über gemeinsame Wege und Ziele berieten, folgte nun ein erster Erfahrungsaustausch der Schüler in der Bretagne Frankreichs. Im November schließt sich ein Gegenbesuch der Partner in Neustrelitz an.

Neugierig und hoch motiviert nutzten alle Schüler die Gelegenheit, ihre Briefpartner persönlich kennen zu lernen. Besonders interessant und neu war es für sie, an einem Schulalltag teilzunehmen, der bis 16.45 Uhr dauert. Nach einer herzlichen Aufnahme durch die Gastfamilien und gemeinsamen Ausflügen in die Umgebung wichen anfängliche Berührungsängste einer Begeisterung über Land und Leute.

Die Überwindung der Sprachbarrieren schaffte Selbstvertrauen, die Schüler fühlten sich verstanden und sehen dem kommenden Sprachunterricht mit ganz anderem Elan entgegen.

Einen nachhaltigen Eindruck hinterließen der Atlantik sowie einige bretonische Spezialitäten,
wie etwa salzige Butter, Meeresfrüchte und die typischen Crepes.

Letztendlich konnten alle Beteiligten einen kleinen Einblick in französische Lebensweise und Kultur bekommen sowie die Besonderheiten der Region entdecken. Für die weitere Zusammenarbeit wurde von den Lehrern festgestellt, dass kontinuierliche Verständigung und Engagement die wichtigsten Punkte sind, die den Erfolg dieses Projektes ausmachen und
somit auch die Beziehungen der Schulen nach Beendigung des Projektes aufrechterhalten.


Atlantic bei Concarneau

Quimper - größte Stadt nahe Bannalec

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