Die Anfänge der Schule
![]() noch stehen die Kiefernwälder |
![]() und mittendrin die alte Baracke |
1948 Der Beschluss zur Einrichtung einer Schule im Flüchtlingslager in der Nähe der Straße Kiefernheide wird erstmals öffentlich geäußert. Die Schule ist bestimmt „für die hier wohnenden Kinder“, d.h. für Kinder aus dem Flüchtlingslager, aus der Straße Kiefernheide und aus dem Gebiet der „Siedlung“ (an der Fasanerie und angrenzenden Straßen). Die Bewohner der zukünftigen Schulbaracke beziehen bis zum 25.08. andere Unterkünfte. Es beginnen Desinfektion und Umbau der Innenräume sowie die malermäßige Neugestaltung. Die Baracke ist ein Holzbau, die Innenwände sind aus Pappe. Eine Toilette für Jungen und zwei für Mädchen (zusammen sieben Sitzplätze) sind vorhanden. Der Schulunterricht beginnt am 08.09. Das erste Lehrerkollegium besteht aus den Lehrerinnen Kempin,
Lowag, Krüger Radloff, Schenk, Borger, Goldberg, Gandeck sowie den Lehrern Beerbohm und Schäfer. Unterrichtet wird zuerst in vier Klassenstufen. In jeder Klasse lernen anfangs 35 bis 40 Schüler, am Ende des Schuljahres besuchen 221 Schüler 9 Klassen. Typhus tritt im Flüchtlingslager auf; die Schule soll geschlossen werden. Auf Anordnung des Gesundheitsamtes muss der Schulhof eingezäunt werden. Der Unterricht darf unter Beachtung strengster hygienischer Vorschriften werden. 1949 Ernährungs- und Kleidermangel stellen noch immer ernste Probleme dar. 50 Schüler aus ärmsten Verhältnissen werden durch das Hilfswerk der evangelischen Kirche insgesamt acht Wochen lang mit Nahrung versorgt. (Die Kirche nutzt Räume des Barackenbaus.) Durch die Volkssolidarität werden 20 Schüler neu eingekleidet. Im April wird mit 40 Schülern die Jungpionierorganisation dieser Schule gegründet. |
![]() die alte Baracke wird noch Jahre lang genutzt |